Medienpreis 2022 des Bundestags geht an „Handy-Jahre einer Kanzlerin“
Bärbel Bas (m.), Karoline Meta Beisel (r.) und Constanze von Bullion (l.), Foto: Deutscher Bundestag / Inga Haar
Karoline Meta Beisel, Constanze von Bullion, Lara Fritzsche und Nicola Meier, Journalistinnen der „Süddeutschen Zeitung“ und des „SZ-Magazins“, freuen sich über den Medienpreis 2022 des Deutschen Bundestags, den sie für ihren neunseitigen Beitrag „Handy-Jahre einer Kanzlerin“ erhalten haben. In dem am 3. September 2021 im Süddeutsche Zeitung Magazin erschienenen Text analysieren die Autorinnen, wie Angela Merkel in den 16 Jahren ihrer Kanzlerschaft das Handy als Machtmittel eingesetzt hat.
Bundestagspräsidentin Bärbel Bas überreichte den Preis und würdigte alle nominierten Beiträge dafür, dass sie die Arbeit im Deutschen Bundestag kritisch hinterfragten: „Wie gut fühlen sich die Menschen vertreten? Wie kann sich unser Parlament weiterentwickeln? Welche Abläufe gehören auf den Prüfstand? Für die parlamentarische Demokratie ist diese Reflexion unverzichtbar.“ Bas unterstrich in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Vielfalt der Medien: „Presse, Rundfunk und Onlinejournalismus sowie private und öffentlich-rechtliche Medien, diese Medienvielfalt ist sehr wertvoll für unsere Demokratie. Und sie muss uns auch etwas wert sein.“
Prof. Claudia Nothelle, Vorsitzende der Jury des Medienpreises, bezeichnete in ihrer Laudatio das Stück als Meisterleistung, das die Jury durch seine Sprache und die Idee überzeugt habe: „Der Artikel setzt an bei der Neugierde der Leserschaft, die wahrscheinlich zu gern mal der Kanzlerin beim Tippen über die Schulter geschaut hätte. Und erzählt dann in knapp 40000 Zeichen 16 Jahre Angela Merkel und ihren Regierungsstil.“
Die unabhängige Jury besteht aus sieben Journalistinnen und Journalisten. Ihre Arbeit endet mit der Legislaturperiode. Eine neue Jury wird jeweils zu Beginn einer Legislaturperiode von der Bundestagspräsidentin ernannt.
Die aktuellen Jury-Mitglieder sind: Pinar Atalay (RTL), Shakuntala Banerjee (ZDF-Hauptstadtstudio), Anita Fünffinger (ARD-Hauptstadtstudio), Tina Hildebrandt (Die Zeit), Jan Hollitzer (Thüringer Allgemeine) und Prof. Dr. Claudia Nothelle (Hochschule Magdeburg-Stendal) sowie Marc Felix Serrao (Neue Zürcher Zeitung).
Der Medienpreis des Bundestages wird seit 1993 verliehen und würdigt „publizistische Arbeiten, die zur Beschäftigung mit Fragen des Parlamentarismus anregen“. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert.
(jla) 24.10.2022


