Axel Springer Preis 2022 für junge Journalisten: Die Preisträger:innen sind gekürt
Der von der FreeTech – Axel Springer Academy of Journalism and Technology vergebene Förderpreis für junge Journalisten wurde in Berlin am 5. Mai 2022 zum 31. Mal vergeben. In diesem Jahr, nach zwei coronabedingten virtuellen Ausgaben, wieder als Präsenzveranstaltung. Nicht wie bisher üblich, konnten nun neben den Chefredaktionen auch Ressortleitungen mögliche Beiträge einreichen. Die siebenköpfige Jury wählte bereits im Vorfeld die 24 besten Beiträge aus.
In den drei Hauptkategorien (Gold, Silber und Bronze), dotiert mit 10.000 Euro, 7.000 Euro und 5.000 Euro, werden die besten journalistischen Arbeiten des Jahres ausgezeichnet. Ferner kann die Jury zwei Sonderpreise für „Lokaljournalismus“ und „Unterhaltung“ (jeweils mit 3.000 Euro Preisgeld) vergeben, sollten die Kategorien nicht bei den Hauptpreisen vertreten sein. Außer Konkurrenz wird der internationale George-Weidenfeld-Preis für mutige Reportereinsätze und investigative Recherchen vergeben. Dieser ist mit 10.000 EUR dotiert.
GOLD gewinnen Lucas Stratmann und Katharina Schiele mit ihrer sechsteiligen NDR-Doku-Serie über den SPD-Politiker Kevin Kühnert. In „Kevin Kühnert und die SPD“ begleiteten sie den Politiker über mehrere Jahre hinweg.
Über SILBER freut sich die Autorin Amonte Schröder-Jürss, deren Reportage „Alle für einen“ im „Süddeutsche Zeitung Magazin“ erschien. In dieser geht es um einen geistig eingeschränkten Mann, der nach dem Tod des Vaters aus seinem Hof hätte ausziehen müssen, aber mithilfe der Unterstützung der anderen Dorfbewohner bleiben konnte.
Die BRONZE-Auszeichnung erhalten Nora Voit und Maria Christoph mit ihrer Reportrage „Gruß aus der Küche“, erschienen im „Zeit Magazin“. Hier geht es um die Arbeitsbedingungen in der deutschen Spitzengastronomie.
Anna Westkämper und Paul Gross empfangen den Sonderpreis für „Lokaljournalismus“ für ihren Beitrag „Wir sehen viel Leid, das vermeidbar wäre“ im „Kölner Stadt-Anzeiger“ bei dem sie auf einer Intensivstation während der Pandemie recherchierten. Und in der Kategorie „Unterhaltung“ gewinnen André Dér-Hörmeyer, Benedikt Dietsch, Simon Garschhammer und Janne Knödler. In ihrem Podcast-Beitrag „Wild Wild Web – Die Kim Dotcom Story. Store 1: Wer ist Kimble?“ beim Bayerischen Rundfunk beleuchteten sie den Fall des bekannten Internet-Unternehmers Kim Dotcom, der mit seinen Sharehoster-Dienst Megaupload Millionen verdiente und später rechtskräftig verurteilt wurde.
Die Journalistin Alla Koshlyak erhält den George-Weidenfeld-Preis. Sie berichtet für den Sender Radio NV in Kiew. Sie war anwesend und sprach in ihrer Dankesrede über den Krieg und betonte, dass Ukrainer derzeit für europäische Werte sterben. Die Laudatio hielt der stellvertretende „Bild“-Chefredakteur Paul Ronzheimer, der aus der Ukraine über den Krieg berichtet und von dort zugeschaltet war.
(jla) 06.05.2022



