Wächterpreis der Tagespresse 2022 – Rechercheteam der „Augsburger Allgemeinen“ erhält den ersten Preis

Die Redakteure Holger Sabinsky-Wolf und Michael Stifter von der „Augsburger Allgemeinen“ erhalten den ersten Preis des renommierten Wächterpreises der Tagespresse für ihre Berichte zur sogenannten Maskenaffäre im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben. Sie haben als Rechercheteam die „Maskenaffäre“ im Regierungsbezirk Schwaben aufgearbeitet und bis zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses durch den Bayerischen Landtag vorangetrieben. Bei den Deals ging es um Politiker, die in der Corona-Pandemie für die Beschaffung von Schutzmasken Provisionen erhalten haben. Der erste Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Das Autorenteam Kersten Augustin und Sebastian Erb von der Tageszeitung „taz“ freut sich über den zweiten Preis (dotiert mit 6.000 Euro). Sie recherchierten zu rechtsextremen Vorfällen in den Reihen der Bundestagspolizei. Dabei stießen sie auf heftige Abwehrreflexe, lösten aber letztendlich Untersuchungen und Maßnahmen des Bundestagspräsidiums aus.

Der dritte Preis (dotiert mit 4.000 €) geht an die Lokalredaktion „Fränkischer Tag“ in Bamberg für ihre Arbeit über die sogenannte „Boni Affäre“ im Bamberger Rathaus. Über längere Zeiträume wurden dort Zahlungen ohne Rechtsgrundlage mit vorgeschobenen Begründungen an Mitarbeiter geleistet - zum Schaden der Steuerzahler.

Die Jury unter dem Vorsitz des Chefredakteurs der „Rheinischen Post“, Moritz Döbler, wählte die Preisträger aus. Die weiteren Juroren sind Hans Eggert (Dresden), Dr. Laurent Fischer (Bayreuth) und Dr. Anna Sauerbrey (Hamburg) sowie Dr. Monika Zimmermann (Berlin).

Der Wächterpreis der deutschen Tagespresse wird seit 1969 jährlich von der Stiftung Freiheit der Presse vergeben. Gewürdigt werden Journalisten und Redaktionen, die Missstände aufdecken und behandeln. Die Preisverleihung ist für den 31. Mai 2022 in Frankfurt am Main geplant.



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(jla) 29.04.2022

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