BVDA-Medienpreis Durchblick 2021: Die Gewinner stehen fest
Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters und BVDA-Hauptgeschäftsführer Dr. Jörg Eggers bei der Preisverleihung des Medienpreises "Durchblick 2021" (Foto: BVDA)
Die Preisverleihung des BVDA-Medienpreises "Durchblick" fand erneut (wie bereits 2020) aufgrund der Corona-Pandemie digital statt. In vier Kategorien plus dem Sonderpreis ‚Corona-Mtmacher‘ wurden die Preisträger gekürt.
“Ihnen traut man in Zeiten von Fake News nicht nur zu, das sachlich Richtige herauszufiltern, sondern auch das persönlich Relevante”, betonte die Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, in ihrem Grußwort an die Durchblick-Nominierten 2021 im Haus der Presse. Die große Bedeutung der Mediengattung zeige sich etwa durch die Kooperation mit dem unabhängigen Recherchenetzwerk CORRECTIV. Seit mittlerweile über einem Jahr arbeiten die CORRECTIV-Faktenchecker schon mit den rund 200 Verlagen im BVDA erfolgreich zusammen.
Die Sieger sind:
Der Journalist Dieter Reisner in der Kategorie "Beste journalistische Leistung" von der Reutlinger Wochenblatt GmbH mit seinem Artikel "Die Angst vor dem Sterben - Aus dem Leben einer obdachlosen Frau". Jurymitglied und HDE-Pressesprecher Stefan Hertel: "Dieter Reisner beschreibt mit eindrücklichen Worten ein Schicksal aus einer Parallelwelt. Wir alle kennen Obdachlose aus unserem Alltag, doch meistens schauen wir weg. Mit seinem Artikel zwingt uns der Autor hinzuschauen, die Probleme sowie die Gefühlslage der Betroffenen besser zu verstehen und uns damit auseinanderzusetzen. Reisner richtet den hellen Scheinwerfer auf ein sonst oft außerhalb der Wahrnehmung liegendes Thema. Und er macht das auf eine Art, die absolut preiswürdig ist."
Der erste Preis in der Kategorie "Leser- und Verbrauchernähe" geht an die VRM GmbH & Co. KG für die UpCycling Challenge #BesteReste. Eine Mitmach-Aktion zum Thema Nachhaltigkeit, die im Sommer 2020 wöchentlich in den hessischen und rheinland-pfälzischen Gratiszeitungen mit einer Gesamtauflage von rund 1,3 Millionen Exemplaren erschienen ist. "Eine tolle Rund-Um-Kampagne zum Thema Nachhaltigkeit und Müllvermeidung", urteilte die Jury.
Die Kategorie "Innovation – die beste Idee des Jahres" stand ganz im Zeichen von neuen Geschäftsfeldern für die kostenlosen Wochenzeitungen. Am meisten überzeugen konnte die SÜWE Vertriebs- und Dienstleistungsgesellschaft mbH & Co. KG mit ihrem Projekt "Digital-PR 4.0 - neue Reichweiten für PR-Texte".
Der erste Preis in der Kategorie "Beste digitale Aktivität" geht an die Stadtanzeiger Verlags-GmbH & Co. KG für das Portal deingutscheinhilft.de. "Die Aktion unterstützt schnell und unkompliziert den lokalen Handel in der Region. Der Verlag setzt hier von Anfang an auf das digitale Medium und unterstützt mit seiner attraktiv gestalteten Website die lokalen Kunden schnell und unbürokratisch in der Pandemie",findet die Expertenjury.
Sonderpreis "Corona-Mutmacher" 2021
Die kostenlosen Wochenzeitungen haben seit Beginn der Corona-Pandemie die Menschen flächendeckend weiter zuverlässig mit kostenlosen Informationen aus ihrem lokalen Umfeld versorgt – und das trotz dramatischer Umsatzverluste. Den Redaktionen ging es bei der Berichterstattung vor allem darum, den Menschen in ihrer Region Mut zu machen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu unterstützen. Dieses Engagement ist systemrelevant und absolut preiswürdig, befand der BVDA und lobte in diesem Jahr den Durchblick-Medienpreis in der Sonderkategorie "Corona-Mutmacher" aus.
Sieger in dieser Kategorie ist die Singener Wochenblatt GmbH mit ihrer Serie "Mit Mut und Orientierung durch die Krise". "Das Singener Wochenblatt hatte in dieser außergewöhnlichen Zeit den Mut, sich zu fragen, was ein Verlag in Zeiten von Corona tun muss, um seinen Lesern und Anzeigenkunden Zuversicht zu geben. Mit dem Ziel, Klarheit zu schaffen, Informationen einzuordnen und Probleme zu lösen, ist ein vielfältiges lokales Angebot mit besonderen Rubriken, Erklärstücken, Sonderthemen und -veröffentlichungen, Aktionen und Kampagnen in Print und Online entstanden, das den Lesern und Kunden Hilfestellungen in ihrem eingeschränkten Alltag bietet", kommentierte Mitglied Hendrik Stein (Chefredakteur FUNKE Berlin Wochenblatt) die Juryentscheidung.
Moderiert wurde die Preisverleihung von BVDA-Hauptgeschäftsführer Dr. Jörg Eggers und Anne Henning. Unter den Laudatoren waren neben dem Verbandspräsidenten Alexanders Lenders, die Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, und HDE-Pressesprecher Stefan Hertel.
(jla) 27.04.2021


